| Katholisches Familienwerk |
Das Katholische Familienwerk ist hervorgegangen aus
der Jugendarbeit und den laienkateche-
tischen Kursen von Frau Marga
Müller.
Zu ihrem Freundeskreis gehörten auch Pater
Rupert Mayer SJ und Pater Peter Lippert SJ.
Ihr Haus in der Kunigundenstraße wurde im letzten Krieg zu
einem Treffpunkt vieler Jugendlichen und Familien.
In der Nachkriegszeit bewegte dann die Not der vielen vaterlosen
Kinder und ihrer Mütter
Marga
Müller dazu, zusammen mit Freunden den Verein "Katholisches
Familienwerk" zu gründen.
Mit großem Idealismus, mit viel Energie und persönlichem
Einsatz eröffnete der Verein 1950 in einer Baracke einen Kindergarten.
Die Eltern waren von dem pädagogischen Geist und der religiösen
Betreuung in diesem Kindergarten so angetan, dass Marga Müller
sich entschloss, dem Kindergarten eine private Volksschule anzugliedern.
1953 begann diese Schule als erste Tagesheimschule in Bayern.
Als 1956 die Baracke nicht mehr ausreichte, stellte Marga
Müller in ihrem eigenen Haus zwei Räume zur Verfügung.
Im Jahre 1960 konnte das Familienwerk die Seidl-Villa an der Maria-Josefa-Straße
erwerben und noch im gleichen Jahr dorthin umziehen.
Das Werk wuchs. 1963 genehmigte das Bayerische
Kultusministerium die Errichtung des Gymnasiums mit Tagesheim.
Zusätzliche Räume in einem Gebäude in der Seestraße
halfen, die wachsende Zahl der Schüler unterzubringen. 1969
entstand aus den Aufbauzügen die Tagesheim-Realschule. Im gleichen
Jahr gelang es dem Katholischen Familienwerk, das prachtvolle Gelände
der Philosophischen Hochschule der Jesuiten in Pullach, das Berchmanskolleg,
zu erwerben.
In dem weitläufigen Gebäude am Rande des Forstenrieder
Parkes unterhielt der Verein von nun an einen Kindergarten, eine
Volksschule, eine Realschule und ein Gymnasium, alle mit angeschlossenem
Tagesheim und staatlich anerkannt.
Nachdem die finanzielle Belastung durch eine Betreuungseinrichtung
mit fast 1200 Schülern sowie etwa 120 Lehrer und Erzieher von
dem Verein nicht mehr zu tragen war und dafür eine zukunftssichere
Lösung gefunden werden musste, übernahm 1994 die Erzdiözese
München und Freising die Trägerschaft für den
Kindergarten und die drei Tagesheimschulen.
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